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Twitter: Endlich reich, ich sehe Börsenkurse voraus

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Gestern habe ich drei Millionen Euro mit Aktien verdient. Nicht schlecht für einen Mausklick, oder? Denn ich habe ein neues Wunderwerkzeug der Prognose benutzt. Neugierig geworden? Nun ja, es handelt sich um ein selbstorganisierendes, fuzzy neuronales Netzwerk gepaart mit einer Granger causality analysis. Alles klar, noch Fragen!

Dann mal los, ran an die erste Million. Ist spielerisch einfach. Denn nichts ist so sehr geeignet für den Börsenpoker wie Twitter, glaubt man jedenfalls dieser Meldung über die Echtzeitanalysen des Derwent Börsenfonds via at-web.de . Allen Ungläubigen verrate ich jetzt den Trick, wie ich die Börsenkurse besser als der liebe Gott und der Teufel zusammen voraussehe.

Genau drei Tage habe ich Vorsprung, weil ich ein paar Millionen Twitternutzern in den Allerwertesten, pardon, ins geistige Vermächtnis blicke. Schlappe 10 Millionen Tweets verraten mir jene geheimen Wünsche und Hoffnungen, die andere arm und mich jetzt noch reicher machen. Ist das nicht genial?

War der Aktienhandel mühselig – bislang musste ich mich noch durch Suchmaschinen kämpfen, um die Gier der Hartgesotteten oder die Angst der Zittrigen voraus zu ahnen. Jetzt geht es viel einfacher, eine Stunde Zeit in die Studie der Cornell University investieren, und dann alle lästigen Alltagssorgen ablegen: Denn endlich bin ich reich! 

Wer immer noch leise Zweifel hat an der wundersamen Geldvermehrung via Twitter-Orakel, dem empfehle ich meinen früheren Beitrag - oder aber man schaut mal in das Interview von Boris Janek  mit Stockpulse. Im Fachjargon nennt sich das ganze nämlich Sentimentsanalyse, ob das Internet der bessere Zahnersatz ist? All das eifrige Lesen führt aber wahrscheinlich nicht zu einem: Rasch über Nacht reich zu werden!

Written by lochmaier

September 5th, 2011 at 7:24 am

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